Apr 272012
 

Neulich bin ich bei Weburbanist auf ein sehr geiles Projekt gestoßen: Das Trashcam Project.

Müllcontainer in Hamburg wurden hier zu Lochkameras umfunktioniert.

Entwickelt und durchgeführt wurde die Idee von Christoph Blaschke, Mirko Derpmann, Scholz & Friends Berlin und der Hamburger Stadtreinigung.

Grosse Freiheit Reeperbahn

Unterstützung und Tipps zur Handhabung dieser großen Negative kamen von Matthias Hewing.

Rickmer Rickmers Hamburg

Es entstanden sehr stimmungsvolle Bilder (siehe flickr des Projekts) und ich würde wohl töten um diese Negative in die Hände zu bekommen.

Das nächste Bild ist auf einem 106×80 cm großen ilford multigrade Blatt mit 6 Minuten Belichtungszeit entstanden.

Self Portrait of dustman Roland Wilhelm

Der Begriff “Wegwerf-Kamera” bekommt so eine ganz neue Bedeutung.

Mrz 262012
 

Da ist sie endlich.

Nach über einem Monat des Wartens, verschwundenen Briefen und nicht erfolgten Zustellversuchen halte ich sie in den Händen. Meine Karte für das KOMMT ZUSAMMEN 2012.

Darauf freue ich mich schon seit etwa einem Monat, um genau zu sein, seit dem ich von diesem Festival vor einem Monat das erste Mal gehört habe.

Mittlerweile im 8. Jahr, wird vom 6. bis 8. April der Stadthafen Rostock zerlegt. Und das nur für 19€ zzgl. VVK-Gebühr.

Mit dabei H.O.S.H., Legowelt, Rundfunk 3000, David Mayer, Mollono.Bass, Fotos Akustik-Set und Stereoscope, um nur ein paar Klangerlebnisse aufzählen zu müssen. Eine (bis jetzt unvollständige) Liste gibt es hier.

Ich freue mich.

Wer sich auch freuen will sollte schnell kommtzusammen-festival.de besuchen und auch eine Karte bestellen.

Mrz 142012
 

Da ich mir vor kurzem ein Samsung Galaxy S II gegönnt habe und bei meinen vorherigen Smartphones mit der Akku-Leistung mehr als unzufrieden war, habe ich mir gleich den Offiziellen erweiterten Akku von Samsung dazu bestellt. Dieser hat 2000 mAh, im Gegensatz zu dem mitgelieferten Standard Akku mit nur 1650 mAh. Immerhin etwa 21% mehr “Inhalt”.

Da ich von Anfang an den 2000er Akku benutze kann ich nicht viel zum Vergleich sagen. Hier werde ich erstmal nur die sichtbaren Unterschiede der Hardware erwähnen. Über die nächsten zwei Wochen werde ich aber nochmals detailliert auf die Leistung dieses Akkus eingehen.

Der neue Akku ist im Vergleich etwas dicker und kommt daher mit einer neuen Abdeckschale für das SGS2.

 

 

 

 

 

Die Kurve auf der Rückseite des SGS2 und die Kamera die heraussteht sagen mir nicht so zu. Das Schöne ist, dass die neue Schale vom 2000er Akku diese Fehler behebt. Die Kurve auf der Rückseite verschwindet, vom dicksten Punkt geht es nun plan über die Rückseite des Mobiltelefons. Ein sehr willkommener Nebeneffekt ist dass die Kamera ebenfalls eingepackt wird und so nichts mehr aufliegt.

 

 

 

Das Material kommt mir bei der 2000er Schale sogar dicker und stabiler vor, die Griffigkeit ist besser durch eine tiefere Anti-Rutsch-Textur.

Für mich persönlich ein super Kauf, da das Telefon immer noch verdammt schlank ist, ich die dringend benötigte längere Akkulaufzeit habe und mir beim Telefon auf den Tisch schmeißen keine Kratzer in die Abdeckung der Kamera schnitze. Und das alles für etwa 25€.

Fazit: Sehr empfehlenswert.

Wem es jetzt in den Fingern kribbelt und nicht mehr auf meine detaillierte Leistungsanalyse warten kann, der sollte unten gleich bestellen.

EB-K1A2EBEG Original Samsung 2000mAh Power-Akku-Set passend für Samsung i9100 Galaxy S2 – Schwarz – Original und versiegelter Samsung Verpackung

 

Nachtrag: Da ich im Moment sehr oft meine Roms wechsel habe ich keine statistisch brauchbaren Daten. Aber ich als Extrem Nutzer komme locker über 24 Stunden damit aus. Bei Gelegenheit werde ich natürlich eine Statistik nachreichen.

Mrz 062012
 

OH MY GOD!
Irgendwie will ich diese Socken, aber im selben Moment ist mir klar dass die nur zu einem Kleid und an schönen Frauenbeinen gut aussehen. Beides ist nicht vorhanden, aber bestellt werden sie wohl trotzdem. So ein paar Geburtstage von passenden Beinpaaren sind ja demnächst!

Für Quelle klicken
Mrz 062012
 

Nachdem ich so viele tolle Kuchen im Glas gesehen habe und mir heute tierisch langweilig war, habe ich mich mal an einen Regenbogen Kuchen im Glas gewagt.

Ok, zum Einkaufen war ich zu faul, es war zu wenig Farbe hier und nur noch zwei Gläser, aber was solls. Alles ist erlaubt bei Langeweile.

Von daher:

Hier nochmal ein paar Bilder:

 

 

 

 

 

 

 

 

Das wird eindeutig nochmal mit besserer Vorbereitung, ruhigerer Hand beim Schichten und mit Zuckerguss gemacht.

Mrz 052012
 

Ich möchte nachfolgend ein Produkt bewerben das ich seit knapp einem Jahr benutze und was mein Leben sehr vereinfacht hat. Den Online-Password-Manager LastPass.

LastPass speichert deine Passwörter online, verschlüsselt und abrufbar durch ein (möglichst sicheres ;) ) Masterpasswort. Für einige hat sich diese Variante schon wieder erledigt da Passwörter online gespeichert werden. Genau sowas wollte ich aber haben. So sind meine Passwörter von jedem PC mit Internetanbindung aus für mich abrufbar.

Es gibt bereits mehrere (sehr viele?) Anbieter, aber mich hat die Plattformunabhängigkeit (Windows, Linux, Max, IPhone, Android, Blackberry, WebOS, Symbian, WindowsPhone) und die sehr schöne und praktische Browserintegration in allen gängigen Browsern (IE, Firefox, Chrome, Safari, Opera) überzeugt.

Zum einen möchte ich einen Passwort-Manager natürlich an meinen PCs benutzen. Zum anderen möchte ich meine Passwörter aber auch unterwegs abrufen können. Um LastPass auf einem Mobiltelefon benutzen zu können muss man einen Premium Account haben. Der kostet 12$ im Jahr (zu meiner Zeit umgerechnet etwa 9€). Die PC Varianten sind kostenlos.

Im Browser ist LastPass sehr schön integriert (Firefox und Chrome getestet). Einstellungsmöglichkeiten über das Logout Verhalten (x Sekunden nach schließen des Browser, x Sekunden nach Inaktivität, etc) sind schnell auffindbar, doch die Standardeinstellung hält den Login des Nutzer selbst nach einem Neustart aufrecht. Das ist meines Erachtens recht dumm. Es anzubieten ist in Ordnung, es als Standardeinstellung nach der Installation aktiviert zu haben einfach nur grob fahrlässig.

Desweiteren bietet LastPass die Möglichkeit sich auf Webseiten automatisch anzumelden. Wenn man sich also bei LastPass angemeldet hat (und das ist bei mir das erste was gemacht wird wenn der Browser gestartet wird) öffnet man eine Seite und LastPass übernimmt den Login-Vorgang. Es sind keine Clicks oder Eingaben mehr nötig.
Hat man auf einer Seite mehr als nur einen Account, so kann man auswählen welcher Account normalerweise automatisch eingeloggt wird. Wählt man keinen aus, so informiert LastPass den Nutzer das 2 verschieden Login-Daten gespeichert sind und fordert den Nutzer auf einen davon auszuwählen.

Die mobile Version (hier Android) funktioniert ähnlich. Eine Integration in andere Browser gibt es (noch) nicht, aber dafür einen eingebauten Browser in der App. Was mir auch irgendie ein größere Sicherheitsgefühl gibt als ein Plugin für einen Browser eines anderen Softwareunternehmens. Die App ist nicht besonders schön, aber sie erfüllt ihren Zweck perfekt. Ich kann alle meine Passwörter nachgucken oder aber die Seite direkt in dem appeigenen Browser öffnen.
Benutzername oder Passwort kann ich kopieren und so z.B. in eine andere App einfügen (Facebook, Twitter, …).

Ein weiteres, aber von mir ungetestetes Feature ist das sichere Sharing von Passwörtern und Notizen. Ich werde es in nächster Zeit mal ausprobieren und den Artikel erweitern.

Ich nutze LastPass, wie schon erwähnt, seit einem Jahr und bin sehr zufrieden. Alternativen gibt es viele, auch mit ähnlichem Umfang an Funktionen. Da ich aber keine Probleme mit LastPass habe werde ich wohl bei diesem Anbieter bleiben.

Ein paar Alternativen:
RoboForm
1Password
KeePass (OpenSource Offline Variante)

Feb 102012
 

Es freut mich zu lesen dass HTC die Liste der Handys ausbaut die eine neue Version von Android erhalten (Ice Cream Sandwich).

Meinen Informationen nach betrifft das mittlerweile die folgenden Handys:

Incredible S, HTC Desire S, HTC Desire HD, Rezound, Vivid, Amaze 4G, EVO 3D, EVO Design 4G, Sensation, Sensation 4G, Sensation XE, Sensation XL.

Desweiteren möchte ich auch nochmal erwähnen das HTC (mittlerweile) eine sehr freie Politik bezüglich der Bootloader fährt. Für eine Reihe von Handys wird auf der Seite htcdev eine einfache Möglichkeit geboten den Bootloader zu entsperren und so z.B. sein Handy zu rooten und/oder Custom-Roms einzuspielen. Leider sehe ich das Desire S noch nicht auf dieser Liste.

Verbunden mit der Aussage im Jahr 2012 weniger, dafür aber qualitativere Handys herzustellen –> Ihr macht euch!

Feb 092012
 

Zweiter Nachtrag:

Wenn man sich mal das Original von Schwarzer März anguckt, dann sieht man auch das die Sache ganz anders gemeint war. Was aber in dem Facebook Event steht ist die reine Perversion davon. Wer mal die Wahrheit sehen möchte gucke hier. ACTA wird kein einziges mal genannt, weil man damit auch einfach nichts gegen ACTA tut. Man geht ganz allgemein gegen die Unterhaltungsindustrie vor und dem damit verbundenen Lobbyismus. Nix freies Internet. Es wird klar gesagt was boykottiert werden soll und das man sich nach Alternativen wie freier Musik etc umgucken und Independent Labels unterstützen soll. Der Bunte März entspricht dem originalen schwarzen März mehr als die Perversion da unten.
Das bestätigt aber leider meine These dass in dem unten verlinkten Event alles aus blindem Aktionismus entstanden ist. Text kopiert, kein einziges mal gelesen, selber keine Ahnung, aber Hauptsache coole Anonymous Aktionen mitmachen. Aus unterstütze die Kleinen wird dann ganz schnell unterstütze Niemanden. Deswegen bleibe ich immer noch dabei: Erst denken, dann handeln. Und das verlinkte Event NICHT unterstützen mit der allgemein verfassten Forderung. Was bleibt mir noch zu sagen? Kopf -> Tisch.

Um eine Änderung der Eventbeschreibung wird gebeten o_0

Seit kurzem kursiert eine neue “Aktion” im Internet, der soggenannte ”Schwarze März”. Worum geht es?

Hierbei wird zu einem Boykott gegenüber der Unterhaltungsindustrie aufgerufen, “um diesen Dreckskerlen [...]  zu zeigen das wir uns nicht zu Borg-Drohnen umfunktionieren lassen [...]“*. Vom 1. – 31. März soll man nun: “- Keine Musik downloaden (legal oder illegal), - Keine Zeitschrifften, Magazine oder Zeitungen kaufen!, - Keine Filme im Fernsehen ansehen oder ins Kino gehen ( natürlich könnt ihr Filme ansehen die ihr schon aufm Rechner oder auf DVD habt)”*. Klingt doch erstmal toll, zeigen wir “diesen Säcken”* “das wir keine Medien akzeptieren, die UNS vorschreiben was wir zu sehen bekommen!”*. Aber warum eigentlich das ganze? Weil der Bundesrat im März über ACTA diskutieren wird. Und den möchte man umstimmen und dabei gleich noch der Unterhaltungsindustrie einen mitgeben und wie ich so oft lesen musste, ein “Zeichen” setzen. Klingt doch immer noch super, oder etwa nicht?

Wenn man mal etwas darüber nachdenkt und sich nicht von den Propaganda Parolen wie “KÄMPFT um die Freiheit des Internets!”* und “wenn euch das keine Angst machen soll, dann weiss ich auch nicht mehr… Weltpolizei hier kommen wir!”* einlullen lässt, ist das ganze eine ziemlich dumme Idee.

Wem schaden wir denn damit wirklich? Der Musikindustrie? Dem Bundesrat? Nein. Wir schaden z.B. meinem Freund Mark aus dem Plattenladen um die Ecke. Ich freue mich jeden Monat wenn sein kleiner, aber sympathischer Laden noch geöffnet hat. Dort setze ich mich mit ihm zusammen und rede über Musik. Oder Filme. Dort kaufe ich meine Musik. Und jetzt soll er einen Monat lang keine Kundschaft haben? Das bedeutet für Mark den Ruin, oder aber jede Menge Schulden. Aber damit haben wir es der Unterhaltungsindustrie ja ordentlich gezeigt.

Was ist mit den Künstlern? Ich lese so oft das aus den CD-Verkäufen ja sowieso wenig bei den Künstlern ankommt und die ihr Geld durch Konzerte machen. Für Lady Gaga und Konsorten mag das stimmen. Aber was ist mit dem noch relativ unbekannten Musiker? Der sich wie so viele gerade mal über Wasser halten kann? Der im Vergleich eine sehr geringe Gage für seine Konzerte bekommt? Der braucht das Geld aus CD Verkäufen dringend.
Aber, sagt ihr jetzt, dann kaufen wir eben weiter bei den kleinen Labels und lassen nur die großen und bösen Labels im Regal stehen. Das hilft Mark aber nicht weiter. Der generiert Umsatz durch den Verkauf der “bösen” Labels. Ich würde sogar schätzen den größten Teil. Schade Mark, hat Spaß mit dir gemacht.Auch wenn er nur 60 Cent pro CD verdient, bei Eintausend Verkäufen pro Monat reichen die fehlenden 600 Euro um die Miete nicht mehr bezahlen zu können. Oder es fehlt an Spritgeld um zum nächsten Konzert zu kommen.

Es wird immer wieder auf ein Video verwiesen das die Piratenlüge aufdeckt. Damit wird im Moment oft der “Schwarze März” verteidigt. Weil die “Content-Mafia” ein böses Spiel spielt und viel zu viel für illegale Downloads verlangt. Das ist durchaus richtig und gerade dem Rechenbeispiel aus dem Video stimme ich zu, aber was zum Henker ändert der “Schwarze März” daran? Man möchte der “Content-Mafia” wehtun und versucht dies mit einem Boykott zu erreichen. Das ist nicht nur der falsche sondern auch ein sinnloser Weg und verursacht Schaden an Stellen die wir gar nicht beschädigen wollen. Die CDs/DVDs/etc werden aller Wahrscheinlichkeit nach im April nachgekauft. Die “Content-Mafia” freut sich, Mark nicht. Und tangiert das den Bundesrat? Wird die “Content-Mafia” den Bundesrat stürmen, aus Angst ein paar Millionen, oder Milliarden weniger Umsatz zu haben? Nein. Wenn wir der “Content-Mafia” schaden wollen dann müssen wir etwas gegen ACTA machen. Wirklich was MACHEN. und nicht einfach einen Monat lang nichts tun. DAS tut der Unterhaltungsindustrie weh.

Aber warum wollen wir eigentlich allen wehtun? Die Unterhaltungsindustrie nutzt Gesetze für sich die bereits vorhanden sind. Es ist alles legal was die machen. Was können wir also wirklich tun? Eine Anpassung des Urheberrechts zum Beispiel. Oder sich für Gesetzesänderungen einsetzen, die privates Kopieren entkriminalisieren. Oder aber am Samstag auf die Straße gehen und der Regierung auf diesem Wege zeigen das wir kein ACTA wollen. Sich politisch engagieren. Den Bundesräten schreiben. Eben was MACHEN. Und nicht sich einen Monat zurücklehnen, Mark pleite gehen lassen und der Regierung es noch einfacher machen ACTA zu unterzeichnen.

Ein Boykott auszurufen um ein Zeichen zu setzen und damit über Leichen gehen? Nicht mit mir, der Zweck heiligt eben nicht die Mittel.
Aber es ist natürlich bequem, nichts tun und dabei noch politisch “aktiv” zu sein. So wie die Bauchtrainer , zurücklehnen und schön werden. Dabei verursacht man aber immerhin keinen Schaden.

Und mal von dem ganzen Download Krams abgesehen, ACTA ist wesentlich mehr als nur ein “Ding” das euch am Downloaden hindern soll. Es darauf zu reduzieren halte ich ebenfalls für sehr gefährlich. Aber das nur am Rande
* Alle Zitate vom Facebook Event.Man kann auch einen “Bunten März” machen, schöne Idee und auf jeden fall nicht destruktiv. (Facebook Seite)

Nachtrag: Nach dem einige fragen was sie denn sonst tun sollen, hier mal einige Denkanstöße:

Am Samstag in eurer Stadt oder in einer in der Nähe Demonstrieren gehen. Wo diese Demos stattfindet seht ihr hier.
Die Online Petition unterzeichnen.
Politikern schreiben: Bundespräsident, Bundeskanzlerin, Bundesrat, abgeordnetenwatch.de
Lokale Presse informieren, im Allgemeinen aufklären (Artikel von Udo Vetter, Spiegel , Tagesschau, etc.)

Jan 282012
 

Die Otto Brenner Stiftung hat im Jahr 2011 eine sehr interessante Studie zur “Bild” – Zeitung veröffentlicht. Dort hat man sich gefragt warum im Frühjahr 2010 knapp 3 Millionen Exemplare täglich gekauft wurden und hat die “Berichterstattung” der Euro-Kriese und Griechenland näher untersucht.

Beim Lesen dieser Studie werden viele nicken und sagen “Ja, das wusste ich ja schon” aber ich denke man wird aus dem Stegreif niemals so viel gebündelte Informationen über die Taktik und Methoden der “Bild” – Zeitung aufzählen können und für mich war der Blickwinkel sehr interessant. So betrachten die Autoren der Studie die “Bild” – Zeitung nicht als Zeitung sondern erstmal als Veröffentlichung und bleiben so nicht nur an dem (schlechten und wenig vorhandenen) journalistischen Beiwerk hängen.

So wird zum Beispiel analysiert wie viele Headlines mit Fragezeichen versehen werden (Im Untersuchungszeitraum rund ein Drittel) und warum in so einem hohen Maße bei Interviews unbedeutende Akteure zu Wort kommen. Anstatt nämlich Gesprächspartner nach Kompetenz/Machtposition oder Ähnlichem auszuwählen, sucht “Bild” sich die Leute die öffentlich das sagen was mit der “Bild” Kampagne konform geht. Auch das Instrument der Wiederholung, die Berichterstattung als Eigen-Marketing (“Bild präsentiert Bild”) und das spielen mit den Reizen aus dem Bereich der Werbung wird in der Studie aufgezählt und analysiert. So wird die “Bild” als Ware abgestempelt.

Den Hut muss ich vor dem Axel Springer Verlag für so eine wirtschaftliche Meisterleistung aber dennoch ziehen.

Die Studie kann kostenlos unter bild-studie.de heruntergeladen oder im Otto Brenner Shop kostenlos bestellt werden.

Diesen Moment möchte ich auch gleich nutzen um auf den 23. Juni 2012 hinzuweisen. An diesem Tag soll jeder deutsche Haushalt kostenlos ein Exemplar der “Bild” – Zeitung erhalten. Da die “Bild” durch die hohe Auflage enorme Einnahmen durch Werbung verzeichnen wird, rufe ich jeden auf dieser Aktion zu widersprechen. Genauere Information findet man im law blog von Udo Vetter in seinem Artikel “BILD soll nicht an mir verdienen”.

 

Nachtrag:

Die Studie im Print ist gerade angekommen. Eindeutig lesenswert, auf knapp 100 Seiten wird das Thema viel mehr vertieft als in der “Print” Version auf der Seite.

Fazit: Empfehlenswert!